Academia Linguae in den Medien

Seit der Gründung im Jahr 2007 haben verschiedene Medien über die Latein-Intensivkurse der Academia Linguae berichtet. Hier sind die Pressetexte und Medienberichte zusammengestellt.

Die HR Hessenschau hat über uns berichtet

Ausgabe: HR Hessenschau · Datum: 20.02.2019

Die Hessenschau des Hessischen Rundfunks war im Februar 2019 bei uns zu Gast und hat über die Vorbereitung auf die Abitur- und Latinumsprüfung berichtet. Zum Bericht über die Abitur- und Latinumsprüfung

Ab Sommer 2015 auch Lateinkurse in Leipzig, Münster, Zürich und Wien

Autor: Matthias Wühle · Datum: 13.04.2015 · Ausgabe: FR Online – Rubrik Studium & Beruf

Jedes Semester stehen Tausende von Studenten vor einer unerwarteten Sprachhürde: Wer sich beispielsweise für Geschichte, Philosophie, Buchwissenschaften oder Anglistik eingeschrieben hat, muss Lateinkenntnisse vorweisen, um sein Studium fortsetzen zu können. Theologen, Romanisten und Archäologen müssen zum Teil sogar das anspruchsvollere Latinum in der Tasche haben. Einige von ihnen hatten in der Schule Latein als tote Sprache abgewählt, andere haben ein Gymnasium besucht, das Latein gar nicht erst angeboten hatte. Hinzu kommt, dass viele Universitäten Lateinkenntnisse einfach voraussetzen, ohne dabei ein adäquates Sprachprogramm anzubieten. Viele Studenten finden sich in hoffnungslos überfüllten Hörsälen wieder, um sich durch die Lehrangebote der Altphilologen zu schlagen. Nicht wenige verlassen deshalb frustriert die Hochschule oder wechseln das Fach.

Auch Mirko (28), der in Dresden Geschichte und Politikwissenschaften studiert, sah seinen angestrebten Bachelorabschluss bereits in Gefahr. Fünf Unikurse musste er zuvor ohne Erfolg abbrechen, bis er von einem Freund auf die Intensivkurse der Academia Linguae hingewiesen wurde. Die 2007 von der ehemaligen Frankfurter Philosophiestudentin Claudia Sentürk gegründete Lateinschule verspricht, innerhalb von vier Wochen je nach Anforderungen und Vorkenntnissen Lateinkenntnisse zu erlangen oder die Vorbereitung auf die Latinumsprüfung. Die hohen Erfolgsquoten begründet die Lateinschule mit kleinen Klassen und erfahrenen Lehrern. Auch Mirko schätzte besonders die angenehme Atmosphäre, die ihm half, sich auf seine Prüfungsklausur am Ende der vier Wochen vorzubereiten. Am Ende reichte es für die Note 3,0. Mirkos Bachelorabschluss steht somit nichts mehr im Weg.

Mund-zu-Mund-Propaganda an den Universitäten sorgte dafür, dass die Intensivkurse, die anfangs nur in Frankfurt, Köln und Mainz stattfanden, nach und nach auf andere Städte ausgedehnt wurden. Seitdem kamen Stuttgart, Passau, München, Hamburg und Berlin als weitere Unterrichtsstandorte hinzu. Ab dem Sommersemester werden die Universitätsstädte Leipzig, Münster, Zürich und Wien neu ins Programm aufgenommen – damit erfolgt erstmals eine Expansion der altsprachlichen Schule ins Ausland. Für Mirko kam diese Neuigkeit allerdings ein Semester zu spät: „Mit Leipzig als neuem Kursstandort hätte ich nicht so weit fahren müssen“, erklärt der Dresdener. Er war dazu eigens nach Hamburg gereist.

„Cäsar war noch einfach, da ging es nur um Schlachten und Töten“

Autor: Matthias Wühle · Datum: 10.04.2012 · Ausgabe: FR Online – Rubrik Studium & Beruf

Warum ein College-Student – nur zum Gaudium – Latein lernte

Latein ist schon immer für fast alle geisteswissenschaftlichen Studiengänge an den Universitäten absolute Zugangsvoraussetzung gewesen. Im Zuge der Bologna-Reform haben sich die Bedingungen weiter verschärft: Studenten, die ihr Abitur nicht gerade auf einem humanistischen Gymnasium abgelegt haben und sich trotzdem für Geschichte oder Germanistik einschreiben wollen, stehen plötzlich vor einem Problem. Wer nicht spätestens im vierten Semester seine Lateinkenntnisse nachweisen kann, muss nicht selten sein Studium an dieser Stelle abbrechen – unabhängig davon, wie erfolgreich er im eigentlichen Studienfach war.

Die Crux dabei ist, dass Latein vorausgesetzt wird, aber eben nicht integraler Bestandteil des Lehrplans ist. Academia Linguae bietet für diesen Zweck Kompaktkurse in den Semesterferien an. Zunächst in Frankfurt, Mainz und Köln, und – dank wachsender Nachfrage – nun auch in Berlin, Stuttgart und München. Die Kurse sind begehrt, denn mehr als 15 Studenten werden nicht aufgenommen, um den Qualitätsanspruch zu halten.

Auch der Stuttgarter Jan Spreitzenbarth (23), der gerade seinen Bachelor of Arts am Simpson College in Iowa abgeschlossen hatte, teilte vier Wochen lang das Klassenzimmer mit angehenden Germanisten, Theologen und Romanisten – und Lateinlehrerin Manuela Skof. Nach seinem Studienfach gefragt, antwortete er: „Wirtschaft“, und weiß, dass er damit aus dem Rahmen fällt. Denn im Unterschied zu seinen Kommilitonen belegte er den Kurs „just for fun“ – und bestand die Prüfung gleich im ersten Anlauf. Und wo stieß der angehende Ökonom an seine Grenzen? „Bei Cicero“, meinte Jan Spreitzenbarth und ergänzte: „Cäsar war da noch einfach, da ging es nur um Schlachten und Töten.“ Als Berufswunsch nannte der frisch mit Latein geprüfte BWLer übrigens: „Diplomat“. Kein Problem – in Caesars „De bello Gallico“ dürften sich einige Anleihen für seine diplomatische Laufbahn finden.

Latein an der Uni

Autor: Andreas Thieme/dpa · Datum: 09.06.2009 · Ausgabe: Süddeutsche Zeitung – Rubrik Jobs & Karriere

Der Beitrag beschreibt, womit Studierende bei den Latinumskursen an den Universitäten zu kämpfen haben: mit dem hohen Zeitaufwand, mit hohen Durchfallquoten und mit der fehlenden praktischen Anwendung im Studium. Zu Wort kommt unter anderem ein langjähriger Dozent für Latinumskurse an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf.

Als Alternative stellt der Artikel mehrwöchige Ferien-Intensivkurse privater Anbieter vor – darunter die Academia Linguae in Frankfurt am Main und Köln. Schulleiterin Claudia Sentürk erläutert darin, welche Motivation ein solcher Kurs den Teilnehmerinnen und Teilnehmern abverlangt. Der Deutsche Altphilologenverband äußert sich im Beitrag kritisch zu Ferienkursen und verweist auf fehlende Zertifizierung.

Hinweis: Dieser Artikel stammt von der Nachrichtenagentur dpa und erschien in der Süddeutschen Zeitung. Der vollständige Text wird hier aus lizenzrechtlichen Gründen nicht wiedergegeben.

„Per aspera ad astra – Wie sich Studenten selbst aus dem Bildungsnotstand befreien“

Autor: Matthias Wühle · Datum: 16.03.2009

Der achte Latein-Intensivkurs der Academia Linguae zieht immer mehr Studenten aus allen Teilen Deutschlands an

Als die Theologiestudentin Nathalie Gilhaus (20) am 9. Februar dieses Jahres von Stuttgart nach Frankfurt aufbrach, standen ihr vier Wochen harter Arbeit bevor. Ziel war die Goethe-Universität in Frankfurt, in deren Räumlichkeiten die Academia Linguae nun schon zum achten Mal seit ihrer Gründung einen vierwöchigen Intensivkurs Latein durchführte. Was sie am Ende des Kurses aus der Mainmetropole mitnahm, war nichts Greifbares und für viele Skeptiker auch irgendwie Unbegreifliches: das Rüstzeug zum erfolgreichen Bestehen des Latinums, jener großen staatlichen Lateinprüfung, vor der jedes Jahr Tausende von Schülern und Studenten zittern. Und das in nur vier Wochen.

Schulleiterin Claudia Sentürk, die selbst in Heidelberg Germanistik studiert hat, kennt die Problematik aus eigener Erfahrung: „Latein stellt für viele Erstsemester eine gefürchtete Hürde ihres Studiums dar.“ Entweder an Lateinkenntnissen oder am Latinum drohten die Ambitionen vieler Studenten in zahlreichen Fächern wie Geschichte, Germanistik, Anglistik, Romanistik, Archäologie oder Buchwissenschaften vorzeitig zu scheitern. Die wenigsten von ihnen können dabei mit einem humanistisch-altsprachlichen Abitur aufwarten und erfahren oft erst bei der Studienberatung von den sprachlichen Zugangsvoraussetzungen ihres Studienfaches. Während des Grundstudiums haben die Studenten dann Zeit, Latein nachzuholen – eine Gnadenfrist, die dennoch gnadenlos ist. Denn ihr jeweiliger Fachbereich mutet ihnen zu, die alte Sprache neben dem normalen Lernpensum ihres Studienfaches zu erlernen, ohne dabei ein ausreichendes Lehrangebot zur Verfügung stellen zu können. Der häufigste Studienabbruchsgrund heißt deshalb in diesen Fächern immer wieder: Latein.

Da die Universitäten kaum nachholen können, was die Kultusminister der Länder versäumt haben, fällt das Uni-Angebot entsprechend schmal aus: Vorlesungen zur lateinischen Grammatik in überfüllten Hörsälen können kaum den ungeheuren Nachholbedarf der Studenten decken. Selbst mit eiserner Disziplin überstehen kaum mehr als eine Handvoll hartgesottener Asketen diese Tortur. Der Rest schaut ins Leere – oder auf die Aushänge am schwarzen Brett. Immer mehr Studenten greifen auf diese Weise nach dem letzten Strohhalm namens Academia Linguae.

Mit individuellen Lerngruppen von nicht mehr als 15 Personen setzt die Academia Linguae genau dort an, wo die Not am größten ist: „Unsere Kursleiterin Sylvana Gemmer hat besonders vertrackte Formen auch noch ein zehntes Mal erklärt, es war ein sehr angenehmes Arbeitsklima und nicht zu vergleichen mit den Unikursen“, berichtet die Anglistikstudentin und Frankfurter Kursteilnehmerin Susanne Stark (23).

Das Konzept der vierwöchigen Intensivkurse in den Semesterferien, das anfangs eigentlich nur dazu gedacht war, die Latein-Not der Studenten an der Frankfurter Uni zu lindern, wurde rasch auch an anderen Universitäten umgesetzt. Schon bald wurden auch Kurse in Mainz und Köln angeboten, wobei sich in der Kölner Niederlassung bald Studenten aus ganz Nordrhein-Westfalen tummelten. Immer mehr registriert die Lateinschule zudem Anmeldungen aus Oldenburg, Berlin, Stuttgart oder Dresden für ihre Frankfurter Kurse – ein Zeichen, dass das Problem wohl eher bundesweit zu sein scheint als speziell eines der Frankfurter Uni, so die Schulleiterin.

Nathalie Gilhaus fand es jedenfalls sehr schwer, einen geeigneten Lateinkurs in Stuttgart zu finden. Sie empfindet daher die Academia Linguae als Bereicherung der universitären Landschaft: „Es sollte sie nicht nur in Köln und Frankfurt am Main geben!“ Demnächst wird der tausendste Kursteilnehmer erwartet. Und auch der könnte sich wieder von Stuttgart oder Berlin auf den Weg machen: Mille viae ducunt hominem per saecula Francofortam – es führen viele Wege nach Frankfurt.

Pressekontakt

Dr. Matthias Wühle ist Buchautor und Pressesprecher der Academia Linguae. Er studierte Philosophie und Geschichte an der Universität Frankfurt.

Kontakt zum Pressesprecher: presse@academia-linguae.de

Weitere Pressetexte gibt es im Presse-Center der Academia Linguae.